East meets West, Okzident trifft Orient / 4

Monatsbeitrag April 2021 von Korai

Richtig oder falsch?

Wer hat Recht?

Wem können wir trauen?

In beiden Hemisphären der Welt sind Weisheits-Systeme entstanden, die sich sehr unterscheiden. Vielleicht ergänzen sie sich ja oder beflügeln unsere Phantasie oder öffnen Türen in eine Mitte?

Betrachten wir vier Beispiele und vergleichen:

Enneagramm im Vergleich mit Esoterik

Das ENNEAGRAMM ist überliefert aus Russland vom Weisheitslehrer Gurdjieff. Es arbeitet mit 9 Prinzipien und 3 Ebenen: Körper, Geist und Seele. Es zeigt die psychologische Entwicklung, die Stärken und Begrenzungen von uns Menschen.

Mit dem Enneagramm wird einer der neun Typen erfasst, der auf eine Person zutrifft mit seinen Qualitäten, Flügeltypen und seiner Entwicklungsstufe. Die drei Hauptzentren lassen erkennen, ob eine Person vom Herz-, Kopf- oder Bauchzentrum gesteuert ist.

Eine genetische Analyse ist mit dem Enneagramm nicht möglich.

Die ESOTERIK ist überliefert aus Griechenland in Systemen wie Mäeutik, Mystik und Astrologie.

Die ASTROLOGIE arbeitet mit 12 Lebensprinzipien und 4 Ebenen: Körper-Geist-Seele-Transzendenz. Sie zeigt den kosmischen Lebensplan, die Bestimmung und Verwirklichung im Leben einer Person. Die mehrere tausend Jahre alte Erfahrung geht davon aus, dass die Sternenkonstellation als Muster einen empirischen Plan zeigt, die Stellung bestimmter Sterne/Planeten aber keinen direkten Einfluss auf das Menschenleben hat. Der entscheidende Einfluss für den Lebensplan ist dabei die Sternenkonstellation zum Zeitpunkt unserer Geburt am Geburtsort, was durch das Geburtshoroskop (Radix) erfasst wird. Dabei stehen die Sternkreiszeichen für die Energien, die durch die Planeten repräsentiert werden, die Häuser für die Lebensbereiche und die Elemente für die Temperamente einer Person.

Veränderungen im Schicksalsplan sind nicht möglich.

I Ging im Vergleich mit Tarot

Das I GING (Yijing) ist überliefert aus China als Orakel und Weisheit im „Buch der Wandlungen“.

Das I Ging arbeitet mit 64 Prinzipien, den Hexagrammen, die sich jeweils aus zwei Trigrammen zusammensetzen. Ein Trigramm besteht aus drei Linien, die entweder Yin- oder Yang-Linien sind. Jede einzelne Linie wird nach alter Überlieferung mit Schafgarbenstäbchen ausgezählt und kann auch eine wandelnde Linie ergeben, wobei dann zwei Hexagramme entstehen. Das Grundhexagramm macht eine Aussage über die aktuelle Situation und die mittelfristige Entwicklung. Das gewandelte Hexagramm zeigt eine Entwicklung auf, die mittel- bis langfristig sein kann, was auch eine psycho-soziale Kompetenz-Entwicklung erfasst. Im alten China war die Befragung des I ging der Rat des Weisen an Kaiser und Regierung. Je nach Situation können sowohl Ja – Nein – Fragen als auch offene Fragen gestellt werden.

Fragen für andere, fremde Personen sind nicht möglich.

Das TAROT ist überliefert aus Frankreich als Kartenspiel mit divinatorischer Weisheit.

Das Tarot arbeitet mit 22 Prinzipien, die durch die Großen Arkana, die Trumpfkarten, repräsentiert werden. Die Großen Arkana zeigen archetypische Gestalten der abendländischen Seele, die auch in der Frühgeschichte der Menschheit schon lebendig waren. Die restlichen Karten des aus 78 Karten bestehenden Kartendecks, die Kleine Arkana, teilt sich in vier Gruppen unter dem Oberbegriff Schwerter, Kelche, Stäbe und Münzen, wobei diese wieder den Elementen zugeordnet werden können, Münzen = Erde, Kelche = Wasser, Stäbe = Feuer und Schwerter = Luft.

Die 56 Karten der Kleinen Arkana beziehen sich auf alltägliche Lebenssituationen und Einflüsse, die unser Lebe ausmachen, wobei die ‚Hofkarten’ bestimmte Prinzipien oder Persönlichkeitstypen repräsentieren. Je nach Fragestellung stehen entsprechende Legesysteme zur Verfügung. Das Ergebnis der Legung macht eine Aussage über die aktuelle Situation, die Dynamik und mittelfristige Entwicklung. Hier werden offene Fragen verwendet.

Unethische Fragen sind nicht möglich.

Und? Was ist jetzt richtig oder falsch, wahr oder unwahr? Die wirklich richtige und wahre Tiefe der vier Beispiele können nur diejenigen erfahren, die sich intensiv damit befassen und in die verborgenen Geheimnisse eindringen!

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2 Kommentare zu „East meets West, Okzident trifft Orient / 4

  1. Oh, ich will mich selbst korrigieren, habe ich das wirklich so geschrieben, wenn ja ist es falsch. Richtig ist: Die Sternenkonstellation hat keinen Einfluss auf das Menschenleben, sondern, es zeigt als Muster einen empirischen Plan. So wie ein Thermometer keine Temperatur beeinflusst, sondern nur zeigt.