East meets West, Okzident trifft Orient / 6

Monatsbeitrag Juli 2021: Geheimnisse der Energiebahnen

Geheimnisse der Energiebahnen

Von Peter W. Köhne

Der elektrische Körper

Wenn wir bedenken, dass unser Körper zu ca. 70% elektrisch gesteuert wird, ist es nicht verwunderlich, dass dafür ein komplexes Netzwerk an Energiebahnen zur Verfügung steht, über das die Steuerung erfolgt.

So bekommt unser Herz regelmäßige elektrische Impulse, die den Schlag des Herzmuskels steuern. So wird das Blut in seinem Kreislauf in die kleinsten Kapillaren mit Hilfe von Ionen (elektrischen Ladungen) transportiert, weil das Herz allein den Druck, um das Blut in die feinen Verästelungen zu drücken, nicht ausreicht.

So gingen in China und Japan schon sehr früh Heiler davon aus, dass unser Körper von vielen Energiebahnen durchzogen wird, den so genannten Meridianen. Die Energieflüsse auf diesen Meridianen lassen sich durch Anstechen bestimmter Energiepunkte beeinflussen und harmonisieren. Mein früherer
Hausarzt hatte in China eine Ausbildung in Akupunktur erhalten. Sein Lehrmeister hatte sich um Ziel gesetzt, ein Problem mit dem Stechen einer einzigen Nadel zu beseitigen. Er beobachtete einen Patienten mehrere Tage, bis ihm klar war, wo das Problem lag und welcher Punkt stimuliert werden musste. Mit dem Stich einer einzelnen Nadel in diesen Punkt konnte das Problem oft gelöst weiden.

NET (Neuroelektrische Therapie)

Die NET beruht auf einer cranialen Elektrostimulation der Nervenbahnen. Dieses Verfahren war seit den 1950er Jahren bekannt durch die Versuche von Wilder Penfield, der die Auswirkungen von Mikroströmen erforschte, hatten schon Auswirkungen auf das Gehirn und deren Gedächtnisleistung und Lernfähigkeit feststellen können.

Die schottische Ärztin Dr. Meg Patterson fand 1970 bei ihrer Zusammenarbeit mit Dr. Wen in Hongkong bei der Behandlung von Suchtkranken mit Elektroakupunktur heraus, dass die Patienten keine typischen Entzugserscheinungen hatten. Sie erforschte dies weiter und entwickelte später Geräte der NET und setzte sie verstärkt in der Drogenentgiftung ein. Bekannt wurde sie durch die Entgiftung von Rockmusikern wie Keith Richard (Rolling Stones), Eric Clapton oder Pete Townsend (The Who).

Die NET beruht auf der Anregung von Neurotransmittern (chem. Botenstoffe), die durch frequente Mikroströme über Hautelektroden stimuliert werden. Die bekannteste Frequenz im Drogenentzug ist die Heroinfrequenz 111 Hz. Aber auch in anderen Bereichen findet die NET heute noch Anwendung, z.B. kann mit der Knochenheilfrequenz 2720 Hz der Heilungsprozess bei Knochenbrüchen verbessert und verkürzt werden. Auch der Einsatz in der Schmerztherapie, der Schlaf- und Psychotherapie und anderen Anwendungen ist bekannt mit der Stimulation verschiedener Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin, Beta-Endorphin, Dynorphin, Enkephalin, GABA, Acetylcholin, Oxytocin und vielen anderen.

Jin Shin Jyutsu

Wie so oft tauchen alte Schriften auf, die über Methoden und Erfahrungen in verschiedenen Bereichen des Lebens berichten. Sie ging es dem japanischen Meister Jirō Murai , der die alte Kunst der Harmonisierung der Lebensenergie in dem „Buch der alten Dinge Japans“ wiederentdeckte, Jin Shin Jyutsu.

Im Gegensatz zur Akupunktur (mit Nadeln) und Elektro-Akupunktur (mit Stimulationsgeräten) werden im Jin Shin Jyutsu außer den Händen keinerlei weitere Hilfsmittel verwendet. Es geht darum, den unterbrochenen Energiefluss auf den Energiebahnen, der zu verschiedenen Beschwerden führen kann, wieder in Fluss zu bringen. Um diesen Fluss wieder herzustellen, befinden sich auf den Energiebahnen Energiepunkte, die über die Hände miteinander verbunden werden, um die Energie wieder zum fließen zu bringen.

Um dies zu erreichen, werden die Fingerkuppen der rechten und linken Hand auf bestimmte Punkte der 26 Hauptenergiepunkte gelegt, zwischen denen der Fluss unterbrochen ist. Der Behandelnde spürt nach einiger Zeit in den Fingerkuppen, wann die Energie wieder fließt und geht zum nächsten Punkt weiter. Welche Punkte dabei berührt werden müssen, hängt von der „Strömung“ ab, die für die Harmonisierung des Problems erforderlich ist.

Für die Selbstbehandlung gibt es Ersatzpunkte, weil wir bei der Eigenbehandlung nicht alle Punkte mit unseren eigenen Händen erreichen können, wenn sie sich z.B. auf dem Rücken befinden.

Im Beitrag August geht es um einen Magischen Kasten

Grafiken aus: Jin Shin Jyutsu, die Kunst, die Energiströme des Körpers aufzubauen, auszugleichen und zu erhalten von Gunne von Richthofen, 1996

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1 Kommentar zu „East meets West, Okzident trifft Orient / 6

  1. Das nenne ich Zivilcourage! Es könnte nur gut sein, dass die etablierte Wissenschaft Dich in Frage stellt, denn Du behauptest mit bescheidenen Worten „Das Herz ist keine Pumpe!“
    Einige Leute wissen das schon lange, aber die 14 Herzzentren in Deutschland behandeln alle, als wäre es ein Muaskel, der pumpt …. kein Wunder wenn dann viel zu schnell falsch diagnostiziert und behandelt wird, was der „Erduldende“ dann zu ertragen hat (lat.: patient).
    Lass uns Räume öffnen für die, die an Illusionsüberwindung intrtressiert sind und genügend Geisteskraft dafür haben …. gerne unterstütze ich Dich dabei mit HUMANEUTIK.