Die 12 Sinne / Sprache

Monatsbeitrag September 2020: 12 Sinne des Menschen: Der Wortesinn

Sprachsinn

Von Peter W. Köhne

Die Sprache

… ist die Seele des Volkes. Wer ein Volk bis in die innerste Tiefe verstehen will, muss dessen Sprache nicht nur lernen, sondern sie von innen heraus erfahren und durchdringen. Wer fluent English spricht, kann es meist perfekt, ob er allerdings die Mentalität dahinter erfasst, ist damit nicht unbedingt gesagt, dazu müsste es schon native English sein. Natürlich lässt sich dies noch weiter differenzieren, wenn die Dialekte mit einbezogen werden, da regionale Unterschiede noch tiefere Einblicke ermöglichen.

Der Wortesinn

Als wir im August das Organ des Hörsinns betrachtet haben, Entstand unter Punkt 4 die Frage, wie im Hörzentrum des Gehirns die Auswertung der Schallereignisse erfolgt. Während der Hörsinn nur wahrnehmen kann, dass ein Schallereignis wie ein Geräusch oder ein Wort  eingetreten ist, kann der Wortesinn hinter diesem Schallereignis erkennen, ob ein Sinngehalt vorliegt. Der Wortesinn fragt nach dem inneren Gehalt des aufgenommenen Klanges. Der Hörsinn erfasst den Klang energetisch, der Wortesinn geistig.

Ein befreundeter Musiklehrer mit absolutem Gehör erklärte mir beim einem Autounfall, dass das Geräusch beim Aufprall Fahrzeuge einem bestimmten Akkord entsprach, ich weiß nicht mehr ob es ein Moll- oder Dur-Akkord war, ich war einfach nur verblüfft.

Der Wortesinn sortiert sozusagen die Schallereignisse in Geräusche, Klänge und Sprache. Zur Erinnerung, wie mit dem Hörsinn befinden wir uns auch mit dem Wortesinn immer noch in der geistig-energetischen Existenzebene. Der Wortesinn separiert zunächst die energetischen Anteile der Schallereignisse, die Geräusche und den Klang. Von der Sprache gehören dazu auch der Klang wie Höhen und Tiefen der Stimme und die Satzmelodie. Auch diese haben etwas mit Schwingungen zu tun, also mit Energie. Was bleibt nun von der Sprache, den Worten, noch übrig, wenn wir alle energetischen Anteile, Klänge, entfernt haben?

Worte sind Symbole

Wie ist ein Wort zusammengesetzt? In unseren Breitengraden normalerweise aus Buchstaben. Jeder Buchstabe ist nichts weiter als ein Symbol und ein Wort besteht aus Symbolen, Buchstaben, die aneinander gereiht, eine bestimmte Bedeutung haben, also symbolisch für eine Sache stehen.  Hierbei spielt es keine Rolle, welche Schrift verwendet wird, lateinisch, kyrillisch, deutsch (Sütterlin), hebräisch etc. In Asien sind es Symbole, die eine Sache beschreiben. Ganz gleich, welche Sprache wir betrachten, es handelt sich um Symbole.

Durch diese Trennung zwischen Klang und Worte, Symbole, überschreitet der Wortesinn, die Grenze zur seelisch-informationellen Existenzebene außerhalb der Polarität, außerhalb Raum und Zeit.

Das Sprachzentrum

In der heutigen Gehirnforschung wird davon ausgegangen, dass die Sprache in mehreren Arealen der Großhirnrinde verarbeitet wird. Dazu gehören Bereiche für den Aufbau der Wörter, Bedeutung der einzelnen Wörter, die Verarbeitung des Satzbaus, und Verstehen der Sätze. Einige Bereiche dienen dabei als Arbeitsgedächtnis, bei einem Computer würden wir vielleicht von Arbeitsspeicher sprechen.

Fügen wir jetzt die Aussagen über den Wortesinn und das Sprachzentrum zusammen, bekommen wir ein ganzheitliches Bild, das die physisch-körperliche, die geistig-energetische und seelisch-informationelle Existenzebene zu einem Ganzen zusammenfügt.

Das Ohr nimmt die Schallereignisse auf, filtert sie wenn nötig und gibt sie an den Hörsinn weiter. Dieser erfasst den Klang energetisch als Schwingung oder Klangmuster und leitet ihn ans Bewusstsein weiter. Der Wortesinn separiert die als Sprache, Worte, erkannten Anteile der Schallereignisse und verarbeitet sie im Arbeitsspeicher der Großhirnrinde.

Zum Verstehen der Worte und Sätze greift der Wortesinn auf den gesamten Informations- und Wissensspeicher zu, der in der seelisch-informationellen Ebene abgelegt ist, im Computervergleich wie eine Cloud. Dort wird das gehörte mit bereits bekannten Informationen verglichen, wodurch das Verständnis der gehörten Sprache entsteht. Das Sprachzentrum des Gehirns arbeitet dabei wie eine Art Relaisstation, die die Daten nur empfängt und weiterleitet, die der Wortesinn benötigt. Es findet mit dem Wortesinn somit eine übergreifende Kommunikation zwischen polarer geistig-energetischer und nichtpolarer seelisch-informationeller Ebene statt, zwischen Geist/Verstand und Seele.

Beteiligte Sinne

Wie wir schon bei den anderen Sinnen festgestellt haben, sind auch beim Wortesinn weitere Sinne beteiligt. Der Hörsinn liefert die Schallereignisse, Sehsinn und Bewegungssinn liefern nonverbale Eindrücke wie Mimik und Körperbewegungen. Besonders dann, wenn es sich bei der Sprache um eine unbekannte Sprache handelt, wird zusätzlich die Körpersprache genutzt, um das Gesagte bildlich zu unterstützen und verständlicher zu machen. Wir kennen das von den Eltern bei Kleinkindern, die sich dem Kind mit Mimik und Körperbewegungen zusätzlich zum gesprochenen Wort verständlich machen. So lernt das Kind nach und nach ein Wort einem bestimmten Sachverhalt zuzuordnen und es im Erinnerungsspeicher, der schon oben genannten Cloud, abzuspeichern. Auch mit dem Gedankenwahrnehmungssinn arbeitet der Wortesinn zusammen, wie wir sehen werden, wenn wir die beiden höchsten Sinne kennenlernen.

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Ein Kommentar zu “Die 12 Sinne / Sprache
  1. Korai sagt:

    Der Artikel inspiriert mich zu einer Übung, die wir in der Humaneutiker-Ausbildung bringen, ich spreche / schreibe jetzt in meiner erfundenen Sprache. Was bitte verstehst Du?

    >> Tschutscha! Mahingiana exeperenti kanona nen nen. Inspizita laorama san debitale coenzipital. <<

    Verstanden?

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