Alles letztendlich Materie

Monatsbeitrag August 2019

Alles ist letzten Endes Materie

Von Peter W. Köhne

Im Juli hatten wir die Frage gestellt: „Auf welcher Existenzebene erfolgte die Schöpfung? Körper, Geist oder Seele?“ Um dies beantworten zu können, müssen wir zuerst diese Begriffe klären. Was ist Körper? Die Antwort dürften die Meisten mit ‚Materie’ beantworten. Beim Begriff Geist gibt es schon die ersten Unklarheiten. In der europäischen Meditation wird von Körper, Seele, Geist gesprochen, also in umgekehrter Reihenfolge. So wird teilweise immer noch von Seelenkrankheit gesprochen, wenn eine psychische Krankheit gemeint ist. Warum verwende ich aber hier die Reihenfolge, wie sie in der östlichen Philosophie üblich ist.

Die deutschen Begriffe geben die richtige Antwort. Das Wort Geist kommt eigentlich aus dem Althochdeutschen  und bedeutet ‚Erregung’, ist also ein aktives Prinzip, es bewegt sich etwas. Der Begriff Seele kommt aus dem germanischen Kulturkreis, was soviel bedeutet wie ’die zum See Gehörende’. Die Seele ist also ein ruhendes Prinzip, was daher genau zu unserer Schöpfungsgeschichte passt, zu dem in sich ruhenden Gott, der das Wort noch nicht ausgesprochen hat.

Damit wir letzten Endes die gesamte Schöpfung verstehen können, schauen wir uns diese drei Ebenen im Einzelnen an. Beginnen wir zunächst mit der Existenzebene, die uns am vertrautesten ist, die Ebene des Körpers und der Materie. Aus der Biologie kennen wir die Morphologie, die Lehre von der Struktur und Form der Organismen. Dies erfasst eine Formenvielfalt vom kleinsten Molekül bis zu einer gesamten Gestalt und betrachtet dabei auch die Funktionen, die diese Formen oder Gestalten erfüllen sollen. Diese Formen können Menschen, Tiere, Pflanzen oder kristalline Strukturen sein.

In dieser materiellen Ebene sprechen wir von Masse, Teilchen, Substanzen. Die universitäre Disziplin dieser Ebene ist die Chemie. Die Genforschung erfolgt in dieser materiellen Ebene, denn bei der DNS handelt es sich immer um Basenpaare, die in einer bestimmten Reihenfolge angeordnet sind. Diesen materiellen Raum, in dem dies alles stattfindet, bezeichnen wir als physischen Raum mit Länge, Höhe, Breite oder den Koordinaten x1, x2, x3.

Die medizinischen Verfahren für diese Ebene erfassen Behandlungen mit chemischen Substanzen z.B. pharmazeutische Präparate und chirurgische Eingriffe, Körpertherapien wie Massagen, Physiotherapie, Faszientherapie und viele andere.

Alles dreht sich also immer um Körper und Materie. Auch drei unserer fünf Sinne erfassen diese Ebene mit Tasten, Riechen und Schmecken. Die letzteren beiden erfassen chemische Substanzen. Betrachten wir diese Ebene aus Sicht unserer zwölf Sinne, benötigen wir alleine sechs davon, um diese körperliche Ebene zu erfassen.

Physikalisch wird diese Ebene durch die drei Raumachsen x1, x2 und x3, Länge, Höhe und Bereite beschrieben und auch als physischer Raum R3 bezeichnet.

Soviel zunächst zur körperlich/materiellen Existenzebene. Fragen wir uns nun:

Wie bewusst gehe ich mit dieser meiner körperlichen Gestalt um, was tue ich, um diesen genialen Teil der Schöpfung zu pflegen und zu erhalten?

Mit den Monatsbetrachtungen wollen wir helfen, für jeden Monat einen wichtigen Aspekt des Lebens und der Welt aufzuzeigen und zur Umsetzung anzubieten, in diesem Monat August 2019 herauszufinden, wie wir unseren physisch/materiellen Körper wahrnehmen und mit ihm umgehen.

Ideal zur Meditation geeignet, um die Tiefe dieser Aussage zu erkennen und in den eigenen Alltag zu integrieren!
fünf Sinne, zwölf Sinne
Alle Beiträge behandeln auch Inhalte der

HUMANEUTIK®, der Lehre vom guten und richtigen Umgang mit sich selbst und der Menschen untereinander.

 

 

PS: Wir freuen uns über jeden Kommentar zu unseren Monatsbeiträgen